Tabak, Schläuche u. Zubehör
Rauchsäule / Säule
Die Rauchsäule besteht im allgemeinen aus Metall, das mit Chrom oder Messing beschichtet wurde und ebenfalls verziert sein kann. Manche Rauchsäulen sind auch aus Holz gefertigt, was jedoch den Nachteil bergen kann, dass sie nach einer Weile die Feuchtigkeit aufnehmen und dadurch zu riechen beginnen. Moderne Shishas besitzen außerdem ein Druckventil an der Rauchsäule, um Rauch auspusten zu können. Auf die Rauchsäule wird der Topf gesetzt.
Der Schlauch befindet sich an einem der Rauchanschlüsse an der Rauchsäule. Es gibt Shishas mit einem oder sogar mit mehreren Rauchanschlüssen. Der Schlauch einer Shisha besteht oft aus Leder, Latex, Kautschuk oder Kunststoff.
Eine Shisha (auch Sheesha; deutsche Transkription: Schischa) ist eine Wasserpfeife arabischen Ursprungs. In der Shisha wird meist Tabak mit Fruchtaromen oder ähnlichen Geschmacksrichtungen geraucht. Das Funktionsprinzip gleicht dem der Bong, der Rauch wird also zunächst durch ein Bowl genanntes, mit Wasser gefülltes Gefäß gezogen. Dadurch wird der Rauch in erster Linie heruntergekühlt, soll aber auch gefiltert werden. Die Wirksamkeit dieser Filterung, als auch die Gefährlichkeit der Rauchmethode selbst sind jedoch umstritten.
Der Wasserpfeifentabak / Shishatabak ist ein feuchter Tabak, der aus einer Mischung von Tabak, Melasse und Glycerin besteht. Er ist deutlich feuchter als Pfeifen- oder Zigarrentabak. Vor allem im europäischen Raum wird aromatisierter Tabak geraucht, welcher in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich ist. Die wohl bekannteste davon ist Doppelapfel; es gibt noch viele weitere Sorten, wie beispielsweise: Kirsche, Minze, Orange, Zitrone, Mango, Vanille, Banane, Cappuccino, Karamell, Lakritze, Kokosnuss, Multifrucht, Rose, Traube, Erdbeere, Pfirsich, Melone und Cola. Der Rauch dieses Tabaks ist größtenteils Wasserdampf, nur partiell besteht er aus in der Luft aufgelösten Aromastoffen. Die Tabakindustrie kreiert neue und ungewöhnliche Geschmacksrichtungen, so gibt es mittlerweile auch Basilikum- und Bier-Tabak. In arabischen Ländern raucht man vor allem nicht aromatisierten Tabak. Teilweise aromatisiert man den Tabak dort selbst, indem man ihm Honig und getrocknete Früchte beifügt. Einige Shisharaucher füllen ihre Bowl auch mit Rosenwasser oder geben spezielle Hölzer der Kohle bei. Ein großer Unterschied zur europäischen Rauchweise ist, dass man in Arabien häufig ohne Alufolie auf dem Tabak raucht, sondern die Kohle direkt auf den Tabak legt.
Wasserpfeifentabak verfügt über eine andere Konsistenz als gewöhnlicher Tabak: Er ist klebrig und teigartig, da er zu 20 bis 40 Prozent aus Feuchthaltemitteln besteht. Auf Grund dieser Feuchtigkeit tritt Wasserpfeifentabak derzeit mit geltenden Qualitätsmerkmalen der deutschen Tabakverordnung von 1977 in Konflikt. Nach ihr darf Rauchtabak maximal fünf Prozent Feuchthaltemittel enthalten. Der deutsche Zoll begann 2004, die Einfuhr von Tabak zu unterbinden, der gegen diese Richtlinie verstößt. Seitdem gibt es speziellen Tabak für den deutschen Markt. Viele Raucher befeuchten diesen nachträglich mit Glycerin aus der Apotheke oder mit Melasse. Meist bringt dies nicht dieselbe Qualität hervor wie arabischer Tabak, dem bereits bei der Produktion Feuchthaltemittel zugegeben wird. In der Schweiz besteht das Problem nicht, da dort die Tabakverordnung für Wasserpfeifentabak einen Feuchthaltemittelanteil von bis zu 60% erlaubt.
Der Topf (auch: Kopf oder Tabakkopf) ist ein kleines Gefäß aus Ton, Glas, Bimsstein oder Metall, das an seiner Unterseite Löcher aufweist. In manchen Regionen wird der Topf auch als Hut bezeichnet.



586612059
















